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Gicht – Diagnose und Therapie in Hamburg

Es gibt Erkrankungen, bei denen eine gute Zusammenarbeit zwischen mehreren Fachärzten ratsam und sinnvoll ist. Dies betrifft vor allem Erkrankungen, die mehrere Organe angreifen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Hyperurikämie – gemeinhin als Gicht bezeichnet. Die Gicht macht sich in vielen
Fällen nicht nur an den Gelenken, sondern auch an anderen Organen bemerkbar – etwa an den Nieren. Die betroffenen Patienten leiden dann unter Umständen an Niereninsuffizienz und an der sogenannten Gichtarthritis. Wir – das Hamburger Team um den Orthopäden und Unfallchirurgen Björn Burger – betreuen Sie umfassend und persönlich, gemeinsam mit unseren Kollegen aus anderen Fachgebieten. Eine gute, offene und ehrliche Kommunikation ist dabei besonders wichtig – sowohl zwischen Patient und Arzt als auch zwischen den zuständigen Fachärzten. Hier einige weitere wichtige Informationen über die Erkrankung Gicht und die Behandlungsmöglichkeiten.

Die Gicht betrifft vor allem Männer ab dem 40. Lebensjahr und Frauen ab dem 50. Lebensjahr. Männer sind grundsätzlich vier bis neun Mal so häufig von Gicht betroffen. Gerade in den westlichen Staaten ist Gicht sehr weit verbreitet. Man spricht deshalb auch von einer typischen
Wohlstandserkrankung. Schätzungen besagen, dass etwa 20 % der männlichen Bevölkerung in wohlhabenden Ländern unter Gicht leiden – teilweise symptomlos, teilweise mit erheblichen Beeinträchtigungen und Schmerzen.

Aus medizinischer Sicht handelt es sich bei der Gicht um eine pathologische Erhöhung der Harnsäurekonzentration im Blut. Patienten, die erstmals unter einem Gichtanfall leiden, bemerken ein schmerzendes und geschwollenes Gelenk. Typisch sind Schwellungen und Schmerzen am Großzehengrundgelenk, aber auch andere Gelenke können betroffen sein. Das Gelenk fühlt sich heiß an und lässt sich nur unter großen Schmerzen bewegen. Wird das Gelenk nicht behandelt, so dauert der Gichtanfall üblicherweise ein bis zwei Wochen. Bei vielen Patienten ist die Gicht chronisch – es bleibt nicht bei einem einzigen Anfall. Aufgrund der Abscheidung von Harnsäuresalzen kann die Gicht auch andere Organe angreifen. Besonders die Nieren sind anfällig für Komplikationen. Als Orthopäden und Unfallchirurgen sind wir in erster Linie für die Behandlung der Gelenkmanifestationen zuständig. Wir stellen die Diagnose und leiten die Behandlung in die Wege. Die Therapieziele bei Gicht sind erstens Schmerzlinderung und zweitens Vermeidung von weiteren Gichtanfällen. Zur Schmerzlinderung können nicht-steroidale Antirheumatika oder Colchicin verschrieben werden. Als Dauermedikation zur Vermeidung weiterer Anfälle eignet sich Allopurinol, das den Umbau von Purinen zu Harnsäure hemmt. Als Patient können Sie im Übrigen viel zur Vermeidung von zukünftigen Anfällen selbst beitragen – etwa durch eine purinarme und fettarme Ernährung. Wir beraten Sie diesbezüglich gern in unserer Praxis!