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Kinesio-Taping

Geschichte

Das Kinesio-Tape wurde 1973 in Japan von einem Heilpraktiker entwickelt. Anreiz dazu war die Erkenntnis, dass besonders bei Sportverletzungen die völlige Ruhigstellung eines Gelenks die Heilung deutlich weniger fördert als stetige, schonende Bewegung. Das Taping wurde im Laufe der letzten Jahrzehnte weiterentwickelt und verbreitete sich, nicht zuletzt durch das sichtbare Tragen von japanischen Profisportlern bei internationalen Sportveranstaltungen, auch in Europa und Amerika.

 

Methoden

Für das Taping im eigentlichen Sinne war ursprünglich ein umfassendes Screening des Skeletts und vor allem der Gelenke vorgesehen, das einen ausgebildeten Arzt oder Therapeuten befähigte, genau zu entscheiden, welche Gelenke auf welche Art getaped werden sollten, um eine Verbesserung der Beweglichkeit und eine Förderung der Heilung zu gewährleisten. In Europa beschränkt man sich zumeist auf die klassischen medizinischen oder physiotherapeutischen Untersuchungsmethoden wie Röntgen oder Beweglichkeitstests und unterstützt mit dem Tape geschwächte oder verletzte Gelenke bzw. Gelenkumgebungen wie Muskeln.

Anwendung und Wirkung

Das Kinesio-Tape ist eine Art elastisches Pflaster. Es besteht aus einem elastischen Stoff, das auf eine klebende Grundlage angebracht wurde, sodass man bei der Anwendung variieren kann, wie straff und an welchen Körperteilen man es befestigen möchte. Durch die Fixierung der Verletzung durch das Tape kann das Gelenk wie üblich bewegt werden, wird aber gestützt und zusätzlich die Muskulatur dauerhaft gereizt. Man erreicht somit eine Art abgeschwächte, dauerhafte chiropraktische Technik, die den Heilungsprozess hilfreich unterstützt. Angewendet wird das Kinesio-Tape vor allem bei Sportverletzungen wie Gelenkverletzungen und Muskelzerrungen sowie Bänderverletzungen und -zerrungen. Aber auch bei eher ungewöhnlichen Beschwerden wie beispielsweise Migräne findet das Tape Anwendung. Wichtig ist bei jeder Art von Beschwerden die richtige Anwendung. Ein unsachgemäßes Anbringen des Tapes kann zu Schwellungen und Durchblutungsstörungen führen. Die Handhabung sollte man also immer einer Fachkraft überlassen.