Konservative Therapie Wirbelsäule

Wirbelsäulenschmerztherapie (PRT)

Die Periradikuläre Therapie (PRT) behandelt chronischer Schmerzzustände bei degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen, insbesondere im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule. Hier bei wird eine dünne Injektionsnadel unter computertomografischer Kontrolle nahe an eine Nervenwurzel im Bereich der Wirbelsäule geführt, um die lokal wirkenden Medikamente zielgenau einbringen zu können.
Zuvor wird zuverlässig der betroffene Wirbelkörper und seine Nervenwurzel identifiziert werden. Hierzu wird vor Durchführung der Therapie am besten eine Kernspintomographie oder auch eine Computertomographie angefertigt. Die Injektionsnadel wird dann mit Hilfe des CTs möglichst nah an die Nervenwurzel platziert und ein antientzündliches Medikament (in der Regel ein Lokalanästhetikum und Kortison) gespritzt. Das entzündungshemmende Medikament möglichst nahe an die schmerzhaft gereizte und geschwollene Nervenwurzel heran zu bringen ist das Ziel.
Bei folgenden Erkrankungen ist die PRT ebenfalls erfolgversprechend:
• degenerative Veränderungen der Facettgelenke
• Reizerscheinungen bei knöcherner Einengung des Wirbelkanals
• Narbenschmerzen nach Bandscheibenoperationen
• akuten Rückenschmerzen (Lumbago), ggf. mit Ausstrahlung (Lumboischialgie)
Die Behandlung dauert ca. 5 – 10 Minuten.
Eine Besserung tritt meist nach wenigen Tagen auf. Ich führe in der Regel 3 Behandlungen jeweils im Abstand von einer Woche durch. So erreichen wir häufig auch längeranhaltende Besserung der Beschwerden.
Die periradikuläre Therapie wird von allen Privatkrankenkassen übernommen, für
gesetzliche Krankenversicherte kann die Leistung auf Überweisung durch einen
zugelassenen Schmerztherapeuten erfolgen.
Auch besteht nach einem Vorgespräch die Möglichkeit, die PRT als IGELeistung als
Selbstzahler in Anspruch zu nehmen.