Fersensporn Fuß Konservative Therapie

Fersensporn (Fasziitis plantaris)

Entstehung

Bei starker Überlastung kann es zu Entzündungen und zu kleinen Rissen in den Sehnen kommen. Solche Überlastungen treten z.B. durch langes Stehen auf harten Böden, durch Sport ohne vorheriges Aufwärmen, durch Fehlstellungen des Fußes, bei Übergewichtigen oder aus Altersgründen auf. Diese Risse führen dann zu Entzündungen und Gewebeveränderungen. Um die kleinen Sehnenrisse zu heilen, lagert der Körper – ähnlich wie bei einem Knochenbruch – Kalk an den Verletzungen ab. Dadurch entsteht im Laufe der Zeit eine Verkalkung der Sehne, bzw. Bänder/Faszien, also ein kleiner Auswuchs entlang der Sehnen, der Fersensporn.

Symptome

Am Anfang der Erkrankung treten die Schmerzen im Fuß nur zu Beginn einer körperlichen Aktivität auf, zum Beispiel morgens nach dem Aufstehen während der ersten Schritte als sogenannter Anlaufschmerz. Erst im fortgeschrittenen Stadium lassen die Schmerzen nach einer längeren Belastung nicht mehr nach. Der Schmerz kann dann so stark werden, dass entsprechende Aktivitäten unterbrochen werden müssen, er wird häufig alsmesserstichartig und streng lokalisiert beschrieben. Symptome im Einzelnen sind insbesondere: Stechender Schmerz beim Auftreten, Dumpfe, unregelmäßig auftretende Schmerzen im Fersenbereich auch ohne Belastung, typischerweise auch Anlaufschmerzen besonders frühmorgens), Druckempfindlichkeit am Sehnenansatz.

Therapie

Der Fersensporn lässt sich fast immer ohne Operation behandeln: Am wichtigsten ist die Schonung der betroffenen Ferse, Linderung verschaffen im akuten Stadium entzündungshemmende lokale Injektionen, Physikalische Therapie mit Kälte oder Wärme sowie Salbenverbände können zur Heilung beitragen ebenso wie Fußbäder sowie spezielle Massagen. Wenn starkes Übergewicht die Füße zusätzlich belastet, kann durch die Reduktion des Körpergewichts die Ausheilung begünstigt und neuen Beschwerden vorgebeugt werden. Sehr wichtig sind spezielle Einlagen mit einer Aussparung für den Sporn, die die Ferse in diesem Bereich entlastet und den direkten Kontakt des Sporns mit dem Boden verhindert.

Am erfolgreichsten ist die kombinierte Behandlung mit Stoßwellentherapie und Therapie der Fersenschmerzen. Hierbei werden die Kalkablagerungen durch energiereiche Schallwellen zertrümmert, was zu einer Regeneration des Gewebes beitragen soll. Eine Operation ist selten notwendig und es ist leider mit einer  Rückfallrate sowohl der Beschwerden als auch der knöchernen Spornbildung zu rechnen. Eine operative Behandlung ist somit nur bei definitivem Versagen aller anderen Methoden sinnvoll. Neuere Operationstechniken mit Verlängerung der Wadenmuskulatur versprechen hier jedoch bessere Resultate.